Mittwoch, 23. März 2011

Winter ade -> Sommerzeit

Es ist mal wieder soweit ... die Umstellung der Zeit auf Sommerzeit steht bevor. Eigentlich mag ich ja die Sommerzeit, nur, diese leidige Umstellerei - puuuh -, die ist ziemlich mühsam. Vor allem, wenn sie nicht schön eingebettet ist in Ferien, wie diesesmal wieder.



Die ersten Tage kann man unsere gesammelte Familie vergessen. Es wird uns ja eine Stunde geklaut, das heißt, statt 5.45 Uhr Aufstehzeit, ist es dann 4.45 Uhr nach unserer "inneren Uhr"!!!

Und an wem kann das schon spurlos vorübergehen???



Ich bin dafür, einen Antrag zu stellen. Vielleicht habe ich ja so kurz vor den Wahlen noch eine Chance, das ganze Ding zu kippen? Oder moment, ich glaube, es ist sinnvoller, den Antrag zu verschieben, bevor wieder auf Winterzeit gewechselt werden soll. Die Sommerzeit gefällt mir nämlich besser. Da isses abends so schön lange hell! :))

Russland schafft dieses Jahr die Winterzeit ab ... habe ich gelesen. Oder war's die Sommerzeit??? Na, is ja auch egal. Aber warum können DIE das und wir nicht? Ist es wirklich so wichtig, dass wir in Europa (weitestgehend) die gleiche Zeit haben? Und macht es wirklich einen Unterschied, wenn ich z. B. nach Griechenland fahre irgendwann in der Winterzeit (wer macht das schon, außer mir, in meiner Jugendzeit) und dann die Uhr statt einer Stunde um zwei Stunden verstellen muss? Ist das wirklich störend? Kann ich mir nicht vorstellen!

Ok, es gibt da noch die wirtschaftliche Seite. Wenn mal hypothetisch gesehen irgendein Büromensch aus Deutschland nachmittags um 17.00 Uhr (innerhalb der dann außerhalb von Deutschland stattfindenden Winterzeit) versucht jemanden zu erreichen, der laut ebenselber Winterzeit schon eine Stunde Feierabend hat ... DAS ist dann natürlich DRAMATISCH!!!



Ihr seht schon, mir geht da ein wenig die Sachlichkeit flöten. Mir ist es nämlich wirklich so lang wie breit, ob die Geschäfts- und Was-weiß-ich-noch-für-Welten ihre Geschäftszeiten um eine Stunde einschränken müssten. Oder fehlt mir da tatsächlich eine globalere Sicht der Dinge? Ich fürchte Ja! :P

Wie dem auch sei, wollen wir es jetzt einfach mal so dahingestellt lassen!

Eine Frage schwirrte mir heute Morgen auch noch so durch den Kopf ... kann man "Zeit" wirklich verstellen? Ich meine, ist nicht die "Zeit" an sich eine Feste, eigentlich etwas statisches, fest vorgegebenes? Ich kann meine Uhr hin- und herstellen, die Zeit selbst wird sich nicht ändern. Ich werde mit meinem Umfeld Probleme bekommen, wenn ich mich nur noch nach "meiner" Zeit richte. Aber letztendlich ist es der Zeit doch egal, ob ich mich ihr anpasse oder nicht, sie vergeht nach genau vorgegebenem Muster Tick für Tack...

Wenn ich darüber ein bisschen weiter nachsinne, wird es ganz schön komplex! Die Zeit! Was genau ist das eigentlich? Ist es die Zeitspanne, die ein kleines Zeigerlein auf einer Skala braucht, um von einem Strich zum anderen zu kommen? Oder existiert die Zeit nicht auch ohne Ziffernblätter und Einteilungen?



Wuhuhuhuuuu, ich werde ja richtig philosophisch!

Keine Angst, nicht wirklich. Wer mich näher kennt, weiß, dass ich nicht gerade die Philosophie in Person bin! ;)

Aber wenn ich so über die Zeit nachdenke, komme ich nicht umhin, mich damit mal ein bisschen näher auseinanderzusetzen. Jedesmal an meinem "Wiegenfest" kommen diese Gedanken ja auch unweigerlich hoch. Je länger, je mehr! *grummelgrummel*

Eben, es ist doch müßig über "DIE ZEIT" (und damit meine ich nicht eine gewisse Zeitung) im allgemeinen zu philosophieren, wenn es doch eigentlich und immer nur um die eigene Zeit geht. Die Zeit, die einem jeden gegeben ist!



Wir haben in unserer Gemeinde ein Frauengebet, bei dem wir auch immer gerne singen. Ihr habt vielleicht schon gemerkt, dass Singen für mich eine große Bedeutung hat. Mir hilft es einfach, mit Musik und Liedern bei Gott anzukommen.

Naja, ab und zu "schmettern" wir Frauen dabei auch gerne mal die "älteren" Lieder. Wir finden Lobpreiszeiten super und freuen uns auch an vielen neuen schwungvollen Liedern. Aber ab und zu packt es uns dann doch, mal wieder auf die alten "Jugendkreis-Klassiker" zurückzugreifen. Die, die man jahrelang gesungen hat, bis sie einem zu den Ohren rauskamen, bis man sie irgendwann fast gar nicht mehr gesungen hat.

Und auf einmal liegt einem so ein Klassiker wieder neu auf dem Herzen. In unserem Frauengebet haben wir also das letztemal wieder so ein Lied gesungen: "Meine Zeit, steht in deinen Händen" Das kennen bestimmt viele von Euch!



Obwohl meine liebe Freundin meinte, sie könne das Lied fast nicht mehr hören ... zu sehr wurde es schon an Beerdigungen gesungen ... hatte ich es doch ausgewählt, weil ich es irgendwie neu passend fand. Denn letztendlich liegt die Zeit nicht in meinen eigenen Händen.

Wenn ich dann mal so in der Konkordanz stöbere, finde ich auch jede Menge Bibelstellen zum Thema Zeit.

Natürlich auch die, die in obigem Lied zitiert wird in Ps. 31, Vers 16 a. Aber welche mich bei dieser Thematik natürlich auch sehr anspricht, ist diese:

Pred. 3, 1: Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde... 

Oder auch diese Bibelstelle:
  
Mt. 6, 27: Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt? 

Ich denke, allen ist klar, dass hier mit Spanne auch nichts anderes, als Zeit gemeint ist, welche man, mit anderen Worten, nicht anhalten kann.




Wenn ich mir das so durchlese und darüber nachdenke, wird mir ziemlich schnell deutlich, egal wie sehr ich meine Uhr hin- und herstelle, an "meiner" Zeit wird sich dadurch nichts ändern. Selbst, wenn ich diesen Kontinent verlasse, um mich in einer anderen Zeitzone aufzuhalten. ;)

Ganz egal also, was meine Uhr zeigt oder wo ich mich aufhalte, auf dieser Erde - die Zeit, die ich hier verbringen werde, ist genau festgelegt. Und zwar nicht von mir oder von der Welt-Uhr oder von den Zeitzonen, sondern ganz allein von meinem Schöpfer, der mich erschaffen hat und in diese Zeitlinie hineingesetzt hat.

Oh, nicht gleich denken, dass ich Zeit nur noch im Hinblick auf das Ende meiner Zeit verstehe. Nee, nee, ich leben einfach zuuuu gerne! :)

Aber mir wird schon wieder ein bisschen mehr klar, dass Zeit, bzw. die Zeit, die mir zur Verfügung steht, nicht unendlich ist ... hier auf der Erde! Denn die Zeit an sich ist ganz allein auf die Erde begrenzt. Und den Gedanken finde ich irgendwie gigantisch und kaum zu fassen. Wir sind so der Zeit unterworfen und leben so intensiv in und mit der Zeit, dass mir die Vorstellung von Zeitlosigkeit irgendwie fast schon Angst macht, einfach, weil ich es mir so überhaupt nicht vorstellen kann, wie es ist, außerhalb der Zeit zu sein.

Gott ist außerhalb der Zeit, irgendwie schon ein komischer Gedanke, aber wichtig!!! Er hat den zeitlichen Ablauf von Tag und Nacht geschaffen, die Endlichkeit von Allem, was auf der Erde lebt und webt. Und - Er selbst ist ihr nicht unterworfen, weshalb auch, wenn Er sie doch geschaffen hat.

Und wenn ich mir das so vor Augen halte, git mir das einen neuen Blick auf meine persönliche Zeit. Natürlich lebe ich in der Zeit, muss mich ihr anpassen, mich nach der Zeit richten. Aber ich kann und soll meinen Blick immer wieder weglenken von meinem zeitlich begrenztem Dasein auf den Einen, der keinen Anfang und kein Ende hat, der immer Derselbe ist -> Gestern, Heute und Morgen.

Dann kann ich mir auch besser vorstellen, dass Er meinen Anfang und mein Ende kennt, dann kann ich auch plötzlich eine kleine Ahnung davon kriegen, dass Jesus, der am Kreuz ALLE meine Sünden auf sich genommen hat, eben wirklich ALLE Sünden getragen hat. Nicht nur die, die ich bis jetzt gerade in diesem Moment begangen habe, sondern auch alle zukünftigen. Denn ich und meine Zeit sind ihm als Gesamtpaket vor Augen.

Heee, das ist natürlich kein Freibrief! Da muss ich natürlich Paulus zitieren mit Römer 6, 12 - 18 :

Euer vergängliches Leben darf also nicht mehr von der Sünde beherrscht werden, die euch dazu bringen will, euren Begierden zu gehorchen. Stellt euch nicht mehr der Sünde zur Verfügung, und lasst euch in keinem Bereich eures Lebens mehr zu Werkzeugen des Unrechts machen. Denkt vielmehr daran, dass ihr ohne Christus tot wart und dass Gott euch lebendig gemacht hat, und stellt euch ihm als Werkzeuge der Gerechtigkeit zur Verfügung, ohne ihm irgendeinen Bereich eures Lebens vorzuenthalten. Dann wird nämlich die Sünde ihre Macht nicht mehr über euch ausüben. Denn ihr lebt nicht unter dem Gesetz; euer Leben steht vielmehr unter der Gnade.

Was heißt das nun? Wenn unser Leben unter der Gnade steht und nicht unter dem Gesetz, ist es dann nicht gleichgültig, ob wir weiterhin sündigen? Niemals! Überlegt doch einmal: Wenn ihr euch jemand unterstellt und bereit seid, ihm zu gehorchen, seid ihr damit seine Sklaven; ihr seid die Sklaven dessen, dem ihr gehorcht. Entweder ihr wählt die Sünde und damit den Tod, oder ihr wählt den Gehorsam Gott gegenüber und damit die Gerechtigkeit. Aber Dank sei Gott, dass die Zeit vorbei ist, in der ihr Sklaven der Sünde wart, und dass ihr jetzt aus innerster Überzeugung der Lehre gehorcht, die uns als Maßstab für unser Leben gegeben ist und auf die ihr verpflichtet worden seid. Ihr seid von der Herrschaft der Sünde befreit worden und habt euch in den Dienst der Gerechtigkeit stellen lassen.


Das war mir jetzt wichtig klarzustellen. Die Übersetzung ist übrigens aus der Neuen Genfer Übersetzung. Ich mag zwar Luther und die Elberfelder sehr, finde diese aber ein klein wenig verständlicher in dieser Textpassage. :)

Um die Gnade und wie wir in Bezug auf die Sünde leben sollen, ging es mir jetzt aber nicht wirklich. Mein "Thema" heute ist ja  die Zeit.

Wenn ich also so über die Zeit nachdenke, dann will ich mich einfach freuen, dass ich in dieser Zeit leben darf. Dass es eine gute Zeit ist! Dass ich letztendlich aber immer den Blick haben darf auf die "Aus-Zeit", die auf mich wartet. Eine Ewigkeit ohne Sünde, Schlechtes, Probleme, Zeitdruck, Ärger, Tränen, Krankheit, Not, Stress etc. etc.....

Offenbarung 21, 4:  Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

Das sind doch wirklich schöne Aussichten, oder?

Aber bis es soweit ist lebe ich frohen Herzens nach dem Motto: Vorfreude ist die schönste Freude!



In diesem Sinne Ihr Lieben, freut Euch an der Zeit und genießt sie unter dem Segen, der über alles Verstehen hinaus und alle Zeit überdauernd für Euch gegeben ist!


Ich hab Euch lieb und Jesus auch!


Eure IRMy












Montag, 21. März 2011

Lied-Promo: "Unbreakable, unshakeable love" von PC3

Jetzt möchte ich an dieser Stelle auch noch ein Lied vorstellen, von einer Band, die hierzulande relativ unbekannt ist. Das Paul Colman Trio - PC3 - ist ursprünglich aus Australien und ist dort und in Amerika auch wesentlich bekannter als bei uns. Es ist eine christliche Band, die mit ihren Liedern ihren Glauben zum Ausdruck bringen.

Soweit ich weiß, hat die Band sich vor ein paar Jahren aufgelöst, hat sich jetzt aber wieder zusammengetan, um auf Tournee zu gehen und eine neue CD rauszubringen.

Was mir an der Band so gefällt ist, dass sie noch gerne persönlich Kontakt zu ihren Fans haben. Eine Freundin von mir, die in Texas lebt, hat direkten Kontakt mit Paul Colman (Sänger, Gitarrist) und Grant Norsworthy (Bassist) und verwaltet ihre Facebook-Seite.

Grant Norsworthy habe ich selbst auch schon geschrieben, da er auf seiner Seite "Word and Song" etwas zum Thema Worship gesagt hat, was mich direkt angesprochen hatte:






Sehr zu meinem Erstaunen hat er sehr schnell persönlich geantwortet. Lohnt sich wirklich, sein Video zum Thema Worship auch mal anzuschauen, das meiste habe selbst ich Wenig-Englisch-Versteher verstanden! :)

Meine Freundin hatte ihn auch schon in ihre Gemeinde eingeladen, in welcher er ein Worship-Seminar abgehalten hat auf eine sehr demütige und hingegebene Art und Weise. Meine Freundin hat ihn als wirklich herzlichen und persönlichen Menschen kennengelernt.

Grant hätte auch große Freude, Worship-Seminare in Deutschland abzuhalten und hofft sehr, nach Europa eingeladen zu werden. Ich fände es so super, wenn wir ihn einmal zu einem Worship-Seminar einladen könnten. Er verlangt dafür auch kein Bezahlung in dem Sinne. Die Reisekosten wären halt zu übernehmen ... aber hey, je mehr Gemeinden daran Interesse hätten, umso mehr könnte man es sich teilen. Ansonsten ist Grant auch bereit, einfach Gast bei den Gemeindefamilien zu sein, also kein Hotel oder dergleichen nötig.

Soviel "Werbung" mal dazu!  ;)

Jetzt noch den Link, damit Ihr Euch das Lied anhören könnt. Den Text mit der Übersetzung habe ich unten angehängt:







I DON'T KNOW WHY

I don't know why you love me
I don't know why you love me, yeah
I don't know why you love me
But I'm so glad you do, yeah

I don't know why you woo me
And when I hide pursue me
Why would you wanna choose me?
But I'm so glad you do, yes I'm so glad you do

(Whoah) Unbreakable, Unshakeable love
(Whoah) Unfakeable, Insatiable love
(Whoah) Impossible, Wonderful
I don't know why you still love me but you do

I don't know why you forgive me
Seen all my worst still you want me, yeah
You're taking the pain, it’s strange
But I'm so glad you do, I love you, yes I do, yes I do.

(Whoah) Unbreakable, Unshakeable love
(Whoah) Unfakeable, Insatiable love
(Whoah) Impossible, Wonderful
I don't know why you still love me

Yeah, your love is amazing
Yeah, your love is true
Yeah, your love is amazing
I don't know why you still love me

I searched the world to find greater love
I searched the world to find greater love
I searched the world to find greater love than you
Yeah, but none can be found

(Whoah) Unbreakable, Unshakeable love
(Whoah) Unfakeable, Insatiable love
(Whoah) Impossible, Wonderful
I don't know why you still love me, yeah

(Whoah) Unbreakable, Unshakeable love
(Whoah) Unfakeable, Insatiable love
(Whoah) Impossible, Wonderful
I don't know why you still love me but you do

I don’t know why, I don’t know why you still love me but you do

Ich weiss nicht, warum


Ich weiß nicht, warum Du mich liebst
Ich weiß nicht, warum Du mich liebst, yeah
Ich weiß nicht, warum Du mich liebst
Aber ich bin so froh, dass Du's tust, yeah.


Ich weiß nicht, warum Du um mich wirbst
Und mir nachgehst, wenn ich mich verberge
Warum willst Du mich eigentlich?
Aber ich bin so froh, dass Du's tust, ja, ich bin so froh, dass Du's tust.


(Woah), Unzerbrechliche, unerschütterliche Liebe
(Woah), Ungespielte, unersättliche Liebe
(Woah) Unergründlich, wunderbar
Ich weiß nicht, warum Du mich immer noch liebst, aber Du tust es


Ich weiß nicht, warum Du mir vergibst
Du hast mich von der schlimmsten Seite gesehen und trotzdem willst DU mich noch
Du nimmst den Schmerz, das ist nicht normal
Aber ich bin so froh, dass Du's tust, ich liebe dich, ja ich liebe dich, liebe dich


(Woah), Unzerbrechliche, unerschütterliche Liebe
Woah, Ungespielte, unersättliche Liebe
(Woah) Unergründlich, wunderbar
Ich weiß nicht, warum Du mich immer noch liebst


Yeah, Deine Liebe ist verblüffend
Deine Liebe ist echt
Yeah, Deine Liebe ist verblüffend
Ich weiß nicht, warum Du mich immer noch liebst


Ich habe in der Welt nach größerer Liebe gesucht
Ich habe in der Welt nach größerer Liebe gesucht
Ich habe in der Welt nach größerer Liebe gesucht als deine
Yeah, aber nirgends konnte ich eine größere finden


(Woah), Unzerbrechliche, unerschütterliche Liebe
Woah, Ungespielte, unersättliche Liebe
(Woah) Unergründlich, wunderbar
Ich weiß nicht, warum Du mich immer noch liebst, yeah


(Woah), Unzerbrechliche, unerschütterliche Liebe
Woah, Ungespielte, unersättliche Liebe
(Woah) Unergründlich, wunderbar


Ich weiß nicht, ich weiß nicht, warum Du mich immer noch liebst, aber Du tust es.

Also mir gefällt das Lied total gut! Ich weiß, ich weiß ... Geschmäcker sind verschieden ... aber ich finde, das Lied hat WAS, was generationsübergreifendes!  ;)

Übrigens, wer Lust und Laune hat, darf sich an dem Video zur Single beteiligen. Die Band sucht tatsächlich Fans, die Videos hochladen, in denen das Lied gehört wird und welche sie gerne in ihrem Video integrieren wollen. Und sie wünscht sich Videos aus der ganzen Welt! Wer sich dafür interessiert, darf gerne hier mal reinschauen, sollte das aber schnell bis zum 01.04.11 tun:

http://www.underhousestudio.com/PC3/index.html

So, Ihr Lieben, das war jetzt wohl eher ein Promo-Blog! =D>

Seid trotzdem gesegnet mit der unzerbrechlichen, unerschütterlichen, ungespielten, unersättlichen, unergründlichen und wunderbaren Liebe Gottes! Ich hab Euch lieb und Jesus auch!

Eure IRMy

Montag, 31. Januar 2011

Erwartung

So, jetzt ist es also passiert. Da mache ich Sprüche und Euch den Mund wässrig, ich hätte noch die eine oder andere Idee, die ich gerne mal weitergeben könnte ... und was is? Nix is, absolute Leere in meinen Gehirnwindungen, keine Idee, nichts was irgendwie lohnenswert wäre, weiterzugeben.

/blur

Hm, ich glaube, ich bin irgendwie selber schuld. Da höre ich in den Ferien ein wirklich von Herzen kommendes Lob über meinen Blog, es geht mir runter wie Öl und schwupps ... nix geht mehr. Wo vorher mehr oder weniger "Leichtigkeit des Seins" war, ein fast von alleine "fließen", ein sich füllen lassen von dem, der mich hält ... passierts ... auf einmal setze ich mich selbst unter Druck, denke, ich muss Erwartungen erfüllen, muss schriftstellerische Höchstleistungen produzieren und überhaupt und so.

Tstststssss .... /nobigdeal

Ich weiß, ist ja irgendwie menschlich. Jeder wird gern gelobt und sucht Anerkennung. Naja, zumindest glaube ich das. Wem es da anders geht, der darf sich dieser Verallgemeinerung gerne erwehren.

Aber wenn ich jetzt tatsächlich mir selbst die Aufgabe stelle, jeden Thread "besser" als den vorherigen hinzukriegen, dann kann ich es wohl gleich sein lassen. Vor allem, wer definiert denn hier "gut bzw. besser"? Eben!

Hach ja, immer wieder diese kleinen Stolpersteine und Fallstricke des alltäglichen Lebens. Denn im Grunde genommen sind es in der Regel die Erwartungen, die ich plötzlich, aus nicht immer nachzuvollziehenden Gründen, selbst an mich stelle, die dann wieder einen enormen Druck in mir auslösen. Dummerweise löst dieser Druck dann bei mir wieder ein merkwürdiges Syndrom auf den Plan: das Vogel-Strauß-Syndrom.

Das ist schon eigenartig ... da überfällt mich z. B. plötzlich der Gedanke: Eigentlich muss jede gute Hausfrau ihre Küchenschränke einmal pro Monat grundsäubern. Ja, denke ich, das ist gut und wichtig und sollte ich doch wohl auch hinkriegen. Die Tage vergehen, ich kriege es irgendwie nicht gebacken und was mache ich? Ich werfe nur noch flüchtige Blicke in meine Küchenschränke, ignoriere sozusagen die "dunklen Ecken" und schiebe den Gedanken an Küchenschrankputzen soweit in meine hintersten Gedankenecken, dass ich überhaupt nicht mehr daran denke. Denn, gar nicht daran zu denken, belastet mein Gewissen nicht weiter. Aber sie z. B. nur einmal jährlich zu putzen und dabei zu wissen, man sollte das viel öfter machen, macht mich fertig.

Ich glaube, das nennt man auch Verdrängungsmechanismus. Hmmmm....

/hmm

Bevor mir jetzt aber hier einfällt, wieviele "Aufgaben" ich bereits erfolgreich verdrängt habe, versuche ich jetzt lieber mal geschickt das Thema zu wechseln.


Hatte ich erwähnt, dass wir in den Weihnachtsferien ein großes Fest gefeiert hatten? Meine Mutter wurde 70 und sie hat eingeladen: Verwandte, Freunde, Bekannte von nah und fern. Es war wirklich ein superschönes Fest und wir haben die Zeit sehr genossen. Die Zeit mit meiner Verwandtschaft und auch mit lieben Freunden, die wir teilweise schon Jahre nicht mehr gesehen haben.

Irgendwann an dem Abend, saß ich mal so da und habe meine Gedanken schweifen lassen, habe beobachtet und mich gefreut. Weil wirklich jeder, der da war, meiner Mutter soviel Wertschätzung und Liebe entgegengebracht hat. Zeit ihres Lebens war es auch so, dass meine Mutter immer Wertschätzung und Liebe ausgeteilt hat, dass sie so vielen Menschen in ihrem Umfeld geholfen hat, für sie da war, ja, sie einfach angenommen hatte. Und irgendwie war dieses Fest ein großes Dankeschön an sie und sie durfte es einfach, zwar manchmal ein bisschen beschämt, aber doch von Herzen genießen und annehmen.

Ich saß also so da und habe mir - völlig neidfrei - überlegt, wie mein 70. Geburtstag wohl verlaufen würde. Sofern wir nicht vorher Alle entrückt worden sind, was die bessere Variante wäre. :)

Ich habe mir aber wirklich die Frage gestellt, würde man meiner Verwandtschaft, meinen Freunden und Bekannten auch so abspüren, dass ich für sie wichtig war im Leben? Soll jetzt nicht arrogant wirken, ich meine wichtig, nicht im Sinne von bedeutungsvoll oder anerkennungssuchend, sondern eher im Sinne von positiv an ihrem Leben teilgehabt zu haben. Hilfe und Unterstützung gewesen zu sein, wegweisend im Sinne von: Habe ich ihnen dann auch das weitergegeben, was mein Leben hält und trägt, nämlich die Liebe und das Wesen von Jesus?

Eigentlich wünsche ich mir das sehr: Wirklich auf Jesus zu schauen und Ihm nachzufolgen und für Ihn Licht und Zeugnis in der Welt zu sein. Denn letztendlich ist es die Liebe Jesu, die meiner Mutter aus jedem Knopfloch scheint und die sie erfüllt und von der andere sich durch sie umhüllt fühlen.

Und bevor ich jetzt auf diese Riesenerwartung hin wieder diesen hier mache:





gehe ich mal lieber wieder auf Suche in meiner Bibel, die mir doch immer wieder Tag für Tag Wegweisung gibt, wenn ich nicht weiter weiß oder mich der Alltag überrollen will.

Und hier werde ich immer fündig, z. B. brauche ich mir keine Gedanken machen über Dinge, die mich morgen oder übermorgen oder wer weiß wann stressen könnten, denn in Matth. 6, 34 lese ich:

So seid nun nicht besorgt um den morgigen Tag! Denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat an seinem Übel genug. 

Also darf ich einfach entspannt jeden Tag für sich nehmen, dankbar dafür sein und die Aufgaben angehen, die Gott mir an diesem Tag in die Hände legt. Es muss mir auch an dem Tag selbst keinen Stress machen, denn ich kann auch in Phil. 4, 13 lesen:


Alles vermag ich in dem, der mich kräftigt.

Und wenn ich es dann immer noch nicht schaffe, den Kopf aus dem Sand zu nehmen, lese ich einfach ein bisschen davor in Phil. 2, 13:

 Denn Gott ist es, der in euch wirkt, sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen

Das sind Stellen, die ich schon oft gelesen habe. Immer wieder sprechen sie mich an und immer wieder passiert es mir, dass ich sie im Alltagsgetriebe vergesse. Das kann und will ich immer mehr lernen, mir die Zusagen Gottes nicht rauben zu lassen.

Schritt für Schritt vorangehen, nicht auf meine eigene Kraft zu vertrauen. Im Gegenteil, einfach darauf zu vertrauen, dass Er, der mir die vielfältigsten Aufgaben in die Hände gelegt hat, weiß, was Er tut, in dem Er es durch mich tut!

Und mir immer wieder auch diese Bibelstelle ins Herz sinken zu lassen, 2. Kor. 12, 9:
 
Und er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung. Sehr gerne will ich mich nun vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne. 

Das entlastet mich, weil ich dadurch weiß, dass Gott mit all meiner Schwachheit etwas vorhat. Ich muss nicht aus eigener Kraft unfehlbar und stark sein. Ich darf mein Bestes geben, das schon, aber mein Bestes muss nicht DAS Beste sein.

Eine "kleine" Begebenheit noch von dem Fest zu dem Thema Erwartungen bzw. was erwarte ich und was will Gott daraus machen?

Ich hatte mir vorgenommen, meiner Mutter ein Lied zu schreiben und dieses dann gemeinsam mit meinem Großen am Bass und meinem Vierten an der Cajon (kistenartiges Schlaginstrument) zum Besten zu geben.

Leider haben wir beim Packen gemerkt, dass wir keinen Platz mehr für die Cahon hatten, gingen aber davon aus, dass so ein Instrument vor Ort zu organisieren sei.

Dem war aber nicht so ... sehr zum Leidwesen meines Vierten, der sooo gerne gemeinsam mit uns auftreten wollte.

Organisatorisch lief der Abend mit den Beiträgen auch nicht ganz so, wie ich mir das erhofft hatte bzw. wollte ich verschiedene Wünsche berücksichtigen, was zur Folge hatte, dass wir mit unserem Beitrag die Letzten waren und erst so gegen 23.30 Uhr anfingen.


Mein Vierter war also traurig, dass er nicht Cajon spielen konnte. Ich war im Vorfeld der Meinung, dass alles Equipement, welches man so benötigt wie z. B. Notenständer, Mikro, Verstärker etc., einfach vorhanden sei. Da zeigt sich mal wieder mein Organisationsgeschick.
 
Naja, durch den unermüdlichen Einsatz meines Schwagers hatten wir dann immerhin eine Verstärkeranlage mit Mikro zur Verfügung. Der fehlenden Notenständer wurde durch ein merkwürdiges "antikes" Riesenmöbel ausgeglichen, das wohl ursprünglich eher ein Filmprojektorenständer war. Immerhin konnte ich mich hinter diesem Teil sehr gut verstecken, man sah mich hinter dem Gestänge schemenhaft. Was mir ehrlichgesagt nicht unlieb war.
 
Mein Vierter entschied sich dann eher spontan dazu, mich gesanglich zu unterstützen. Was meinem Großen nicht wirklich recht war, weil der Vierte - da er den Text nicht wirklich gut kannte - sich zwischen ihn und mich und dem Ständer positionierte, wodurch sich mein Großer mit seinem E-Bass irgendwie bedrängt fühlte. Was ihn zuerstmal einen etwas eher "bedrängten" Gesichtsausdruck ins Gesicht zauberte.

Meine Powerpointpräsentation des Textes klappte am Anfang auch nicht und wir mussten das Lied nochmal abbrechen, bis mit vereinten Kräften der Text reibungslos an die Wand geworfen werden konnte.


Den Vierten störte seine spontane Gesangseinlage und Textschwäche nicht weiter, weshalb er frisch, fromm, fröhlich, frei immer dann mitschmetterte, wenn er Textpassagen erkannte oder sie gut lesen konnte. :)


Und da unser Jüngster dem Vierten in nichts nachstehen wollte, bat er ebenso um die Möglichkeit, mit auf die Bühne zu kommen, um uns gesangstechnisch zu unterstützen. Natürlich wollte ich auch ihm das nicht verwehren.


So wie ich es dann aus den Augenwinkeln beobachten konnte und man mir diesbezügliches auch aus Seiten des Publikums bestätigt hat, stand er von dem Moment an, als wir mit dem Lied anfingen, bis zum Ende wie eine versteinerte Statue auf der Bühne ohne auch nur einen Muskel zu rühren. Man trug mir an, er hätte weder geblinzelt noch sichtbar geatmet, weshalb im Publikum Ängste groß wurden, das Kind könnte jeden Augenblick aufgrund Sauerstoffmangels in sich zusammenbrechen. :D


Nebenbei bemerkt bekam ich von meinem Jüngsten auf die Frage, warum er denn nicht mitgesungen hätte, die Antwort, das ging nicht, weil er so hätte grinsen müssen. Das war dann wohl ein eher verinnerlichtes in sich hineinlachen!!! :))


Tja, was will ich damit eigentlich deutlich machen?

Die Erwartungen von meiner Seite an diesen Auftritt waren: Ich möchte gerne ein Lied für meine Mutter machen und das so professionell es mir möglich ist, da ja sooo viele Gäste da sind. Ich wollte ja auch zeigen, dass sie mir wichtig ist und ich dieses Lied und den Vortrag nicht auf die leichte Schulter genommen habe.


Bekommen haben sie eine fast schon kabarettistische Familienvorführung, die man so nicht ansatzweise hätte planen können, wenn man es denn gewollt hätte!

Und?

Tja, hinterher bekamen wir so viele positive und begeisterte Rückmeldungen, alle fanden unseren Auftritt wunderschön und meiner Mutter kamen vor Rührung die Tränen. Was hätte ich mir mehr wünschen können? Mittlerweile glaube ich, wenn dieser Auftritt professionell und ohne irgendwelche Störungen verlaufen wäre, hätte es auch nicht so wirklich zu dem eher stimmungsmäßigen Lied gepasst. So gesehen, war unser Auftritt eine rundum gelungene Sache!

Geplant hatte ich es anders ... doch Gott hat durch meine Schusseligkeit, unsere kleinen Unzulänglichkeiten, einen Auftritt kreiert, der die Herzen berührt hat. Zumindest wurde uns das hinterher so vermittelt!

In diesem Sinne, nicht immer ist das am Besten, was wir für das Beste halten. Deswegen darf ich auch wieder völlig hemmungslos meinen Blog und somit auch Euch, geneigte Leser, mit meiner unvollkommenen und hoffnungslos dilettantischen Schreiberei beglücken! Wer nicht will, muss sie ja nicht lesen, oder?

Soviel also mal zum Jahresanfang.

Seid gesegnet Ihr Lieben, in der Erwartung, von dem gesegnet zu werden, der als Einziger alle Erwartungen erfüllt!

Ich hab Euch lieb und Jesus auch!

Eure IRMy

Freitag, 24. Dezember 2010

Weihnachtsgruß


So Ihr Lieben, jetzt will ich doch nicht vergessen, an dieser Stelle einen Weihnachtsgruß zu schreiben. Wie bei vielen von Euch waren auch bei uns die letzten Wochen vor Weihnachten doch recht angefüllt und irgendwie "so schnell" vorbei! :)

Heute ist "Heiliger Abend" und zum Glück ist das Meiste erledigt. Nur noch so die letzten Aufgaben sind zu erledigen, wie z. B. die letzten Plätzchen zu backen, die Geschenke einzupacken, ein bisserl zu putzen und so. Ob die Zeit reicht bis heute Abend um 17.00 Uhr unser Weihnachtsgottesdienst stattfindet? Mal sehen...

Da macht sich wieder mein mangelndes Organisationstalent bemerkbar :( ! Jedes Jahr nehme ich mir vor, es diesmal geregelt, geordnet, frühzeitig und überhaupt rechtzeitig hinzukriegen. Und jedes Jahr ist es das gleiche, wir sind bis zuletzt beschäftigt mit all den Vorbereitungen. OK, dieses Jahr haben wir eine gute Ausrede, unsere "Baustelle" hat viel Zeit in Anspruch genommen. Von demher ... hat es vielleicht doch gar nicht so schlecht geklappt dieses Jahr. ;)

Ich möchte Euch an dieser Stelle jetzt einfach mal DANKE sagen, für Euer Lesen, für Eure Kommentare, für Euer Interesse an diesem Block. Das bedeutet mir sehr viel und freut mich total. Ich verspreche, dass ich auch im neuen Jahr wieder den einen oder anderen Beitrag posten werde. Im Kopf habe ich schon wieder einige Gedanken. Allerdings fehlte mir jetzt in den letzten Tagen einfach die Zeit. Da Euch vielleicht auch die Zeit zum Lesen gefehlt hat, gleicht es sich ja wieder aus!!! :))

Ich und mein Bester und meine Fünfe wünschen Euch jetzt ein gesegnetes Weihnachtsfest! Dass jeder von Euch den Frieden Gottes, den Er uns mit Seinem Sohn an Weihnachten geschenkt hat, erfährt, weil er auch jetzt noch 2000 Jahre danach genauso da ist und gilt wie damals! Dass Ihr Gottes Nähe in Jesus spürt und erlebt, dass Er es ist, der Euch auch in das Neue Jahr hinein und hindurch begleiten will!

Seid gesegnet von dem einzigen Gott, der uns so sehr liebt, dass er sich klein und menschlich gemacht hat, um unsere Liebe zu erringen!

Ich hab Euch lieb und Jesus auch, Eure Irmy!


PS: Einige von Euch sind ja auch bei Facebook und dort habe ich ein Video - gepostet von einer Freundin - gesehen, das ich echt klasse fand. Ich dachte, ich versuche jetzt einfach mal, das hier reinzustellen. Wenn es zu Jesu Geburt schon Internet und Facebook gegeben hätte, dann könnte man es sich bestimmt so in etwa vorstellen wie in dem Video, das ich unten mit anhänge.


Freitag, 10. Dezember 2010

Schnick schnack schnuck...



... mancher kennt das auch als "Schere, Stein, Papier"

Gestern habe ich eine Entdeckung gemacht ... etwas Neues ... etwas Bahnbrechendes ... etwas ... vielleicht sollte ich doch noch einen Erziehungsratgeber schreiben? Ich glaube, ich habe das Rezept zur Herstellung von Gold in Bezug auf Kindererziehung entdeckt! Das Bernsteinzimmer der Pädagogik! Die Relativitätstheorie für Eltern ... oder oder oder....

Meine Dritter und mein Vierter waren gestern nicht in der Schule. Ihre Mägen waren verstimmt, man könnte auch sagen, sie ließen sich vorgestern Nachmittag und nachts ihr Essen nochmal durch den Kopf gehen, was ich den Mitschülern und Lehrern nicht auch noch zumuten wollte.

Nach erfolgreicher "Totalentleerung" ging es Beiden aber relativ schnell wieder besser. Kranke, fitte Kinder und schlechtes Wetter ... diese Mischung ist brisant.

Aber na gut, das hatten wir schon immer wieder mal durchgestanden, so auch gestern. Obwohl es schon nochmal herausfordernder ist, wenn man sich in einer fernseh- und bildschirmfreien Phase wie wir gerade befindet.

Nachdem der Vormittag wirklich gut vorbeiging, alle verspeisten Nahrungsmittel blieben, wo sie sollten, machte ich mich daran, ihnen zu Mittag ein leichtes Süppchen zu kochen. Während ich so vor mich hinwerkelte, die gesunden Söhne verlangten ja auch nach etwas handfesterer Nahrung, machte ich einen fatalen Fehler!!!

Ich ließ ihnen die Wahl!

Mein Schrank gab zwei Sorten Suppennudeln her: die normalen schmalen und Buchstabennudeln. Ich rief die beiden also und fragte sie, welche Sorte sie denn lieber wollten. Ich weiß auch nicht, was mich da geritten hat. Ich muss wohl mit meinen Gedanken woanders gewesen sein, sonst wäre mir das Ergebnis eh schon von vornherein klar gewesen und ich hätte einfach für sie entschieden.

Naja, es kam, wie es kommen musste: Selbstverständlich wollte der eine normale Nudeln und der andere Buchstaben!


Und schon ging der Kampf los! "Ich will aber ... ich will aber .. ich will aber ..."

Puuuh, aber ich brauche mich ja gar nicht wundern, wenn wir als Eltern es geschafft haben uns vorgestern wegen eines Fünfkornbrötchens in die Haare zu kriegen, warum sollte man dann nicht über Nudeln streiten können? (Dieses Szenario werde ich vielleicht mal an anderer Stelle erläutern ... :)) )

Da stand ich also und fühlte mich einfach nudelmäßig überfordert. Ich hatte nicht mal mehr Lust mitzustreiten, sondern starrte sie einfach nur an.

Und dann, ja dann kam mir DER geniale Einfall!

Völlig ruhig machte ich meinen beiden den Vorschlag: "Also, wenn Ihr Euch nicht entscheiden könnt ... dann macht einfach Schnick schnack schnuck!"

Und dann geschah das eigentliche Wunder! Sie guckten mich nur verwundert an, stutzten kurz und stellten sich tatsächlich in Position, jeder eine Hand hinter dem Rücken.

Gut, es brauchte ein Weilchen und diverse Anpassungen des Regelwerks, aber insgesamt verlief der Wettkampf außerordentlich gesittet und fair. Und letztendlich gewann unser Dritter, indem er zuerst drei Punkte erspielt hatte. Woraufhin unser Vierter als fairer Verlierer nur bat, das nächste Mal dann aber bitte die normalen Suppennudeln zu bekommen. Wozu wiederum mein Dritter als Sieger großherzig bereit war!



Ganz ehrlich, ich stand völlig perplex daneben und dachte einen Moment lang, irgendjemand hätte auf geheimnisvolle Weise meine Kinder ausgetauscht oder sie wären vielleicht mal kurz gegen die Wand gerannt oder irgendetwas in der Art. Aber es waren tatsächlich meine, sie strahlten mich fröhlich an und meinten dann nur: "Mama, machst Du uns jetzt die Suppe? Wir haben echt Hunger!"

Es gab dann einen großen Topf Buchstabensuppe, wobei das so ja auch nicht richtig ist meiner Meinung nach. Tummeln sich zwischen all den schönen Buchstaben doch auch zahlreiche Zahlen und Eurozeichen. Aber wir wollen ja mal nicht kleinlich sein.

Jetzt überlege ich mir seit gestern fieberhaft, ob ich dieses System nicht noch viel mehr um- und einsetzen kann in meinen Alltag. Ob es nicht möglich ist, so jeden Streit in einen netten kleinen Wettkampf zu verwandeln?

Wann kommst Du heute Abend nach Hause? Machen wir Schnick schnack schnuck um 22.00 Uhr oder 22.15 Uhr z. B. auf die Frage meines Großen?

Wer möchte die Spülmaschine ausräumen, wer den Tisch decken, wer staubsaugen? Kommt, machen wir Schnick schnack schnuck drum?

Ich sehe es vor mir, unsere typische Körperhaltung wird ab sofort immer mit einem Arm hinter dem Rücken sein, damit man immer bereit ist.

Naja, ich befürchte, ich bin zu optimistisch und sehe das vielleicht ein bisschen zu einseitig. Ihr auch? Hab ich mir gedacht! Aber schön war der Gedanke doch, dass es DIE einfache Lösung für ein friedliches Miteinander in einem gemeinsamen Haushalt gäbe.

Ich habe meinen Söhnen schon große Schilder mit der Bibelstelle aus Psalm 133, 1 vor die Nase gehalten:

Siehe, wie fein und lieblich ist's, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!

Aber sie meinten dann immer nur, der Psalmschreiber hätte ihre Brüder nicht gekannt.

Naja, das stimmt schon, aber wenn man's genau nimmt, ist die Bibel ja Gottes Brief an uns. Aber wir müssen dann schon aufpassen, dass sie uns nicht Eph. 6, 4 vorhalten:

Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn.

Worauf wir natürlich mit Eph. 6, 1 - 3 kontern können:

Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht. "Ehre Vater und Mutter", das ist das erste Gebot, das eine Verheißung hat: "auf dass Dir's wohl gehe und du lange lebest auf Erden".

Wenn das mal nicht eine schöne Bibelstelle ist! :)

Ach ja, Schnick schnack schnuck wäre schon schön gewesen, so als Erziehungsmodell. Aber mir ist bewußt, dass ich Eph. 6, den zweiten Teil des 4. Verses nicht außen vor lassen darf:

Sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn.


Das ist eine Aufgabe, die will und soll ich ernst nehmen. Und manchmal frage ich mich, ob wir heutzutage nicht einen Denkfehler begehen, indem wir meinen, unsere Kinder in jede Entscheidung mit einbeziehen zu müssen. Wenn wir als Eltern das Heft sozusagen aus der Hand geben in die eigentlich damit maßlos überforderten Hände unserer Kinder.

Ok, in Bezug auf Suppennudeln mag das noch vertretbar sein. Aber es fällt mir schon auf, dass meine Kinder sich oft Entscheidungsfreiheiten herausnehmen, da hätte ich z. B. von meinen Eltern "eins hinter die Löffel" gekriegt.

Die Kinder heutzutage wachsen heran in einem Umfeld, das ihnen permanent suggeriert: Dir steht Alles zu und Du brauchst nichts dafür tun. Du weißt am besten, was für Dich gut ist und Du musst zu Deinem Recht kommen.

Da als Eltern andere Maßstäbe zu setzen ist nicht immer einfach. Denn: "Alle meine Freunde dürfen immer Alles!" Manchmal frage ich mich dann wirklich, bin ich zu streng? Setze ich zu enge Grenzen? Dabei finde ich nicht, dass wir ihnen gar nichts erlauben. Ich finde uns, meinen Besten und mich, als Eltern eigentlich super, wenn ich so an meine eigene Kindheit und Jugend mit all ihren Einschränkungen denke.

Ich glaube, die Spanne heute klafft immer weiter auf. Die Spanne zwischen Kindern, die sich selbst überlassen bleiben, denen keine Grenzen gesetzt werden, die teilweise verwahrlosen, und den Kindern, die überbehütet, mit allem rundherum versorgt und immensen Ansprüchen an das Leben aufwachsen.

Wir staunten manchmal an Elternabenden, wenn Eltern darüber diskutieren, ob man in der Grundschule Noten geben dürfte, die schlechter als eine 3 wären. Damit würde man die Kinder doch demotivieren, das wären Traumata fürs Leben!!! /blur

Hallooooo? Mein Bester und ich hatten zuerst gar nicht verstanden, um was es eigentlich ging und als es uns dämmerte, konnten wir uns nur mit großen Augen ansehen und verwundert den Kopf schütteln.

Nein, nein, das Thema Schule will ich jetzt auf keinen Fall abhandeln. Dann müsstet Ihr Euch noch mehr Zeit zum Lesen nehmen, weil das abendfüllend werden würde bei vier Schulkindern.

Mir ging es jetzt eigentlich mehr um den Gedanken, wieviel Freiheit gebe ich meinen Kindern bzw. eigentlich wieviel "luftleeren Raum", wenn ich sie die Entscheidungen treffe lasse, die in meinem Aufgabenbereich als Mutter eigentlich fest verankert sind.

Ich glaube, wir Eltern sind uns oft nicht darüber im Klaren, dass Kinder ihre Grenzen BRAUCHEN! Wenn man ihnen keine Grenzen setzt, fühlen sie sich verloren in der Weite, weil sie völlig überfordert sind, als Kinder selbst Grenzen zu setzen. Wir überlassen unseren Kindern so oft Entscheidungen, zu denen sie gar nicht in der Lage sein können, einfach weil sie Kinder sind und ihnen der Überblick noch fehlen muss.

Natürlich ist es bequemer und einfacher, ihnen das Feld zu überlassen. Es kostet nicht soviel Kraft. Man kann man doch dann im Versagensfall auch guten Gewissens sagen: Selber schuld! Aber wollen wir das wirklich? Wollen wir nicht eigentlich unseren Kindern einen geschützen Rahmen bieten, in dem sie heranwachsen können, lernen können, sich entwickeln können? Natürlich nicht in dem Maße, dass wir ihnen alles abnehmen und sie gar nichts mehr tun lassen, das wäre von der anderen Seite vom Pferd gefallen.

Meine liebe große Schwester brachte mir mal das Beispiel von Begrenzungen, die wichtig sind im Leben, in Bezug auf die Gebote Gottes. Sie sagte, für sie wären diese Gebote, diese Grenzen, wie die Leitplanken an einer Straße, an deren Seite es steil heruntergeht. Sie wäre trotzdem noch frei, zu fahren und ihr Auto selbständig von A nach B zu lenken, aber sie müsste nicht ständig aufpassen, um seitlich nicht auszubrechen und in die Tiefe zu stürzen.

Das finde ich ein sehr eindrückliches Bild. Und ich glaube, man kann es ebenso auf die Grenzen anwenden, die wir unseren Kindern bieten müssen.

Wenn ich mich geborgen weiß in einem Rahmen, der mir Halt gibt, kann ich mich auch frei darin entfalten! Und das gilt für meine Kinder ja um so mehr.

In einem meiner Lieblingspsalmen lese ich diese Stelle, dir mir wieder neu wichtig wird, Psalm 139, 5:

Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

Das sind "Leitplanken", die machen mich froh und in denen will ich immer sein. Der ganze Psalm ist so ein Liebeslied Gottes an mich, aus dem eigentlich auch klar hervorgeht, dass Gott mich umgibt und in Seiner Hand hält, weil ich ihm wertvoll und wichtig bin!

Und aus genau dem Grund, weil auch ich meine Kinder liebe und sie mir wertvoll und wichtig sind, will ich ihnen Halt geben und ihnen den schützenden Rahmen bieten, den sie brauchen. Und sicher geht es mir als Mutter so wie meiner Mutter, die Erkenntnis, dass die Einschränkungen in meiner Kindheit und Jugend zu meinem Besten dienten, kam eigentlich erst jetzt. :)

Soviel mal, für heute Ihr Lieben. Seid gesegnet und fühlt Euch sicher gehalten in den einschränkenden, liebenden Händen des Vaters! Ich hab Euch lieb und Jesus auch!

Eure IRMy

Freitag, 26. November 2010

Advent, Advent ... die Welt, die rennt ...

...zumindest hier in Deutschland!



Am nächsten Sonntag ist schon wieder Erster Advent, da rennt auch etwas, die Zeit nämlich. Irgendwie kann ich es immer gar nicht glauben, wie schnell die sein kann,  die Zeit.

Jetzt ist also schon wieder Adventszeit und nicht mehr viel Jahr übrig. 2010 ... ach nee, auf einen Jahresrückblick habe ich jetzt keine Lust. Die gibst ja zu 1000ten im Dezember im Fernsehen und Zeitung und überhaupt, das brauchts hier an dieser Stelle nun so gar nicht.

Was mich immer am meisten stresst, ist der Stress, der um mich herum losgeht, wenn's auf Weihnachten zugeht. Warum ist das so? Weil Weihnachten im Laufe der Jahre immer mehr kommerzialisiert worden ist. Es geht dabei nicht mehr um das, was an Weihnachten eigentlich gefeiert wird. Fragt man die Leute auf der Straße, was Weihnachten denn für ein Fest sei, wird es wahrscheinlich nicht mehr lange dauern und die Antworten werden ähnlich "erfrischend" wie bei der Frage nach Pfingsten sein: "Pfingsten? War da nicht irgendwas mit 'nem Ochsen?"

Und mittlerweile fügt sich das Weihnachtsfest, an dem wir Christen uns bewußt wieder daran erinnern wollen, dass Jesus vor ca. 2000 Jahren als kleines Baby im Stall von Bethlehem zur Welt kam, in den Reigen der "Ereignisse", den der Groß- und Einzelhandel sich zu eigen gemacht hat, um möglichst gewinnträchtig Umsätze zu steigern, ohne "Durchhänger" und "verkaufsarme Jahreszeiten".

Ich kann mich auf jeden Fall nicht erinnern, dass in meiner Kindheit, wenn die Sommerferien damals im "Bayrischen" ca. Anfang/Mitte September zu Ende gingen, wirklich nur ein paar Tage drauf im Laden das Weihnachtsgebäck mit Lebkuchen, Spekulatius, Weihnachtsmännern und tatsächlich auch schon Adventskalendern auslag.

Es erschüttert mich jedesmal wieder ... wenn ich versuche mir noch ein bisschen Urlaubsflair zu erhalten, in dem ich möglichst lange auf Socken und Jacke verzichte, mein bißchen Bräune aus Spanien hege und pflege mit Hege- und Pflegelotionen, mich noch immer der Duft von Jil Sanders "Sun" umweht ...und ich mich plötzlich auf dem Boden der Tatsachen wiederfinde, der da ansagt, dass wir uns scheinbar schon wieder mit großen Schritten Weihnachten nähern.



Das ganze Weihnachtsbrimborium lässt sich auch nicht stören, wenn kurz vorm Reformationstag, das ist nämlich der eigentlich Grund, weshalb dieser Tag, der 31.10., zumindest in den Kalendern noch erwähnt wird, weitere Spezialartikel dazukommen.

Ab Mitte Oktober schiebe ich mich also dann zusätzlich an den Gespenstern, Skeletten und Kürbisköpfen im Laden vorbei und umschlittere weiterhin auch die Weihnachtsecke, obwohl es schon schwieriger wird, an den Lebkuchen vorbeizukomnen. Denn eigentlich mag ich die doch ganz gerne ... allein, allzufrüher Genuss lässt sie mir an Weihnachten nicht mehr wirklich schmecken.

Und so setzt sich das das Jahr durch dann ja fort ... gleich nach Weihnachten, oder vielleicht ja doch schon vorher (???), finden sich dann die ersten Fastnachtsartikel in den Läden. Verschiedene Haarspray- und Farbveränderungsartikel, billighergestellte Kinderkostüme etc.



Auch hier gibt es nur einen kurzen Unterbruch mit Sylvesterknallartikeln. Wobei sich die Papierschlangen und Konfettikanonen von Sylvester und Fastnacht nicht wirklich widersprechen. Wochenlang versuche ich also danach meinen Jüngsten beim Einkaufen von besagten Billigkostümen abzulenken. Und wenn ich diese Hürde geschafft habe, stellt sich mir die Nächste in Form von Osterhasen, die immer früher aus ihren Löchern schlüpfen müssen.



Empfinde das nur ich so? Diesen Schlag-auf-Schlag in den Läden? Geht es Euch nicht genauso? Nein?

Hmmm, dann komme ich vielleicht doch wieder auf Advent zurück. Der Advent, der in unseren deutschen Landen mittlerweile nicht mehr die "Wartezeit" aufs Geburtstagsfest von Jesus sein soll, sondern eher eine Zeit des Kommerzes, denn man muss und sollte und könnte ja diesem und jenen und den anderen nicht zu vergessen auch noch eine Kleinigkeit an Weihnachten zukommen lassen.

Wie schön, dass es uns der Einzelhandel da so leicht macht!!! Gibt es doch schon Wochen vorher sogenannte Bundles, wie z. B. eine riesige Schachtel mit aufgedruckter Schleife, in der sich ein simples Deodorant und Fläschchen Duschlotion verbirgt, welches ich einzeln gekauft, billiger kriegen könnte. Aber die Schleife ist doch so schön rot und so hervorgestanzt! Da brauch ich's nicht mal einpacken!



Na gut, ich kann ja verstehen, dass man auf solche Angebote zurückgreift, wenn einem an Heiligabend kurz vor 18.00 Uhr einfällt, dass man den Schwiegervater noch vergessen hat zu "bedenken". Da dann außer dem Lebensmittelladen nichts mehr offen hat, greif ich halt zum "Asbach-Uralt-Toilettenwasser" im Bundle mit einem Stück grünlich eingefärbter Seife. Aber immerhin ist es schon schön eingepackt und, da die Adventszeit eigentlich schon vorüber, im herurntergesetzten Sonderpreis sehr erschwinglich!

Aber, so frage ich mich gerade, auf was will ich eigentlich hinaus in diesem Post???

Ich glaube, ich will darauf hinaus, dass ich mich immer noch bzw. seit ein paar Jahren wieder, auf die Adventszeit freue!



Wie kommts? Ich versuche, den ganzen Kommerzkram und Vorbereitungsstress auszublenden. Ich gebe zu, manchmal gelingt mir das Ausblenden so gut, dass ich tatsächlich das eine oder andere Geschenk vergesse zu besorgen. Aber zum Glück hat unser Laden vor der  Haustür Heiligabend bis 18.00 Uhr geöffnet... *gggg*

Nee, so schlimm ist es dann doch nicht, dass ich darauf zurückgreife. Eine gute Alternative sind liebevoll von Hand gestaltete Gutscheine! :D

Also versuche ich, mich diesem ganzen Stress zu entziehen und erinnere mich daran, was Advent für mich als Kind bedeutet hat. Ich habe es geliebt! Den Adventskranz, die Lichter, das geschmückte Städtchen aus dem ich stamme, die geschmückte Kirche! Manchmal durften wir meinem Vater dabei helfen, der als Mesner für den Schmuck der Kirchen in unserem Städtchen zuständig war. Vielleicht ist meine Erinnerung verklärt, aber ich habe rückblickend noch immer das Gefühl, dass das Tempo in der Adventszeit irgendwie langsamer wurde.

Oder gab es damals auch 125.000 Weihnachtsfeiern, an denen man gefordert war sich nicht nur duch die bloße Gegenwart, sondern auch durch Kuchen- und Plätzchenspenden, zu beteiligen?

Und dann habe ich für die Kindheitserinnerungen meiner eigenen Kinder angefangen, die Kindheitsrituale der Adventszeit wieder einzuführen. Ich habe fünf Geschwister und meine Eltern hatten es damals eingeführt, dass nicht jeder einen eigenen Adventskalender bekam, sondern es gab die "Säckchen". An einem Seil hängen 24 Säckchen aus Filzstoff, mit einem weihnachtlichen Bildchen drauf, und Schnürchen zum Zubinden dran. Diese Säckchen füllte meine Mutter mit Süßigkeiten.

Und ab dem 01.12. gab es dann am Abend immer "Säckchensingen", das hieß, die Familie versammelte sich im Wohnzimmer, die Kerzen des Adventskranzes wurden angezündet und wir sangen gemeinsam Adventslieder. Erst danach durfte immer reihum einer am Abend ein Säckchen aussuchen und die darin befindlichen Süßigkeiten wurden gerecht aufgeteilt.

Diesen Brauch habe ich geliebt und tue es eigentlich bis heute!!!

Seit einigen Jahren machen wir es genauso. Meine Mutter half mir, indem sie uns unseren eigenen "Säckchenadventskalender" schneiderte. Und seither gibt es auch bei uns das "Säckchensingen" am Abend in der Adventszeit. Wir zünden die Kerzen an, singen ein paar Lieder. Wobei es enorm wichtig ist, auch hier gerecht vorzugehen! Keiner will bei der Auswahl der Lieder übergangen werden! Nach dem Singen lese ich eine spezielle Adventsgeschichte vor, bei der die Kinder immer irgendetwas ausschneiden und auf ein Poster kleben können, was sie auch immer gerecht reihum gehandhabt wünschen, und danach gibt es einen, der das Säckchen aussuchen darf. Dabei wird auch hier konsequent auf die Einhaltung einer fairen Reihenfolge geachtet!

Und ich habe den Eindruck, unsere Kinder lieben es auch!

Letztes Jahr haben wir dann noch eingeführt, das zu beklebende Poster über die Türen des Fernsehschrankes zu kleben. Was bedeutet, in der Adventszeit gibt es kein Fernsehen und keine Playstation. Zusätzlich erstreckt sich das "Zukleben" auch auf Gameboys, Computer etc. Wir waren extrem gespannt, wie die Kinder diese bildschirmfreie Zeit annehmen würden und sie haben uns überrascht und erstaunt.

Ich gebe zu, die ersten Tage waren herausfordernd. Erst da wurde uns bewußt, wieviel Raum diese ganzen Konsolen etc. einnehmen, obwohl wir eine  Zeitregel von einer halben Stunde haben. Uns war vorher nicht ganz klar, dass es jenachdem wenn von fünf Jungs, jeder eine halbe Stunde z. B. an der Playstation etwas spielt, der Nachmittag ziemlich einseitig verläufen kann, da immer die jeweils anderen dabei zusehen. Ist nicht immer so ganz einfach, da einen guten Weg als Eltern zu finden.

Auf jeden Fall haben wir dann letztes Jahr die Erfahrung gemacht, dass es uns enorm gut getan hat, diese Wochen vor Weihnachten. Ich habe Bücher besorgt, für die verschiedenen Altersklassen, so dass es wirklich immer schöne Abende waren. Für die Kleinen genauso wie für die Großen! Wir haben uns so sehr gefreut, wie die Kinder das angenommen haben und es hat uns als Familie wirklich wieder gezeigt, dass es - auch wenn es rund um einen rennt und stresst - diese halbe Stunde/Stunde am Abend einfach gut tut. Ein Runterfahren aus dem Gerenne, ein zur Ruhe kommen für eine kleine Weile, die uns Mut gemacht hat, das dieses Jahr zu wiederholen.

Die Adventsgeschichten sind besorgt, Bücher zum Vorlesen in Planung und den Adventskranz habe ich jetzt auch schon. Und ich freue mich darauf! Jedes Jahr an Weihnachten frage ich mich, warum wir das eigentlich nur in der Adventszeit schaffen? Warum kriegen wir das unter dem Jahr nicht hin? Ich hatte bisher noch keine Antwort darauf! Aber eine liebe Freundin meinte letzte Woche zu mir: Wenn Ihr das das ganze Jahr machen würdet, wäre es nichts Besonderes mehr! Und da hat sie recht! Vielleicht muss ich mir gar nicht den Vorwurf machen, dieses Runterfahren unterm Jahr nicht hinzukriegen, sondern darf diese besondere Zeit im Advent einfach als Adventsgeschenk genießen!

Und so freue ich mich auf den ersten Advent am Sonntag, wenn wir die erste Kerze am Adventskranz anzünden. In weiser Voraussicht habe ich diese Jahr zwei Sätze Adventskerzen besorgt, da wir sie jeden Abend während dem Vorlesen anhaben, reicht ein Satz Kerzen nicht aus, ohne dass der Adventskranz in Flammen aufgeht. Was durchaus passieren kann, wie ich von einer anderen lieben Freundin erfahren habe! ;)

In diesem Sinne wünsche ich Euch, geneigten Lesern, dass Ihr ebenso wie wir Eure halbe Stunde/Stunde "Runterfahren" im Advent erlebt, in der Ihr spürt, wie Ihr neue Kraft erhaltet. In der Ihr Euch vielleicht wieder bewußt daran erinnert, worum es an Weihnachten geht!

Weshalb wir in der Adventszeit mit Sacharja 9, 9 jubeln dürfen:

Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer.

In diesem Sinne wünsche ich Euch von Herzen eine wirklich ruhige und besinnliche Adventszeit!

Seid gesegnet in der Ruhe des Herrn, die nur in Ihm vollkommene Ruhe ist! Ich hab Euch lieb und Jesus auch!

Eure IRMy

Samstag, 6. November 2010

Entscheide Dich!

Ach ja ... jetzt habe ich schon wieder eine ganze Weile nichts geschrieben hier. Irgendwie scheint mir die "Muse" abhanden gekommen zu sein. ;)

Eigentlich liegts wohl eher daran, dass die letzten Tage/Wochen ziemlich anstrengend waren bzw. ich sie als anstrengend erlebt habe. Wir haben eine Baustelle, das heißt, mein Bester - der neben seinem vorwiegend Schreibtischjob leidentschaftlicher Handwerker ist - kann sich so richtig austoben. Gleichzeitig läuft ziemlich viel in unserer Gemeinde, wo der Beste mit seinen Fähigkeitenauch sehr gefragt ist.

Und momentan habe ich oft das Gefühl, auch wenn er mal zu Hause ist, ist er nur körperlich anwesend. Ich will ihm da auch gar keinen Vorwurf machen, ist halt jetzt eine "schaffige" Phase. Leider trifft sie zusammen mit einer Phase, die mir - als Sommerkind, Ihr wollt Euch vielleicht erinnern - ziemlich Mühe macht. Dieser trübe November ... der mir grundsätzlich schon immer sehr aufs Gemüt drückt. Ich brauche Sonne, Licht, Helligkeit, Wärme ... *tiefersehnsuchtsseufzer*

Und kennt Ihr das auch, dass dann plötzlich alles "zusammenkommt"? Die Schwierigkeiten oder Probleme kommen ja oft nicht schön dosiert, man hat den Eindruck, sie ziehen sich gegenseitig an. Plötzlich fängt es hier an zu knarzen, da zu ziehen und auf einmal kommt an anderer Stelle noch ein weiteres Problem dazu und irgendwie ist man auf einmal mitten in einem Wust von Problemen und weiß gar nicht genau, wie man da eigentlich hingekommen ist und vor allem sieht man irgendwie kein "Entkommen".

Finde ich nicht fair! Ganz ehrlich! :(

Aber ich glaube, ich bin nicht die einzige, der es so geht, oder?

In so einer Phase, ich hatte diese Phasen schon hin und wieder mal in meinem Leben, in der ich auch "kein Land" gesehen habe, habe ich einen Text für ein Lied geschrieben, der nicht aus mir selbst kam. Ich empfand ihn da als Geschenk und möchte ihn mir jetzt auch selbst wieder in Erinnerung bringen. Ich muss mich nicht selbst rausholen aus der Tiefe, eigentlich brauche ich nur die Hände aufzuhalten und mich beschenken zu lassen.

Ich lass Euch den Text mal lesen:

Wir sind oft so lau und öde,
lassen unser Feuer glimmen.
Halten uns bedeckt, sind müde
von dem Kampf und Krampf und Ringen.

Wirken wie geschlag'ne Krieger,
die erschöpft von ihrem Streben.
Haben ganz und gar vergessen
uns're Rüstung anzulegen.

Ref.:
Steh jetzt auf! Erhebe Dich!
Kind des Königs, vergiss das nicht!
Gott wird Dich erfüllen, mit Seiner Kraft.
Heb' jetzt Deine Hände, Er kommt mit Macht.
Dann wirst Du erleben, wie Er Dich hält.
Er will Dir Alles geben, hat zum Kind Dich erwählt!

Komme neu in Seinen Frieden.
Lass Dich füllen und begreife,
dass nicht Du's bist, der muss siegen,
Gottes Macht steht Dir zur Seite.

Er will nur, dass wir anbeten,
Ihn von ganzem Herzen lieben.
Dann wird Er die Kraft uns geben,
mit Ihm auf Erden zu siegen.

Ref.

Dürfen Seine Rüstung tragen
voller Stolz Sein' Banner heben.
In Ihm neue Schritte wagen,
den Heil'gen Geist in Kraft erleben.

Spüren dann in neuer Freude
wie Er's ist, der uns befähigt,
wir den guten Lauf beenden,
weil Er uns in Liebe trägt!


So oft bin ich versucht, alle meine Probleme und manchmal auch die der anderen gleich mit selbst zu lösen. Ich ackere und grüble und scheitere und verzweifle. Da sehe ich manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und verrenne mich in Aktionismus, der mich aber eigentlich nicht voranbringt, sondern eher zurückwirft.

Eine liebe Freundin hat mir vor Jahre mal erzählt, wie sie erkannt hat, dass es auch mit auf sie ankommt. Nicht in dem Sinn, dass man sich doch selbst "befreit" aus seinen Problemen, sondern dass jeder persönlich aufgefordert ist, eine Entscheidung zu treffen.

Sie meinte damals zu mir: "Mein Tag verläuft so, wie ich mich entscheide. Ich kann mich morgens entscheiden, dass es ein guter Tag wird, weil ich mit Jesus durch den Tag gehen kann und Ihn habe, dann wird es ein guter Tag, mit ALLEM, was er bringen mag. Oder ich entscheide mich, mich meinen Problemen und Aufaben zu ergeben und frustriert nur auf den nächsten Schlag zu warten. Dann wird auch das eintreten!"

Das hat mich damals ziemlich beeindruckt und tut es eigentlich auch noch heute. Und im Laufe der Jahre habe ich erlebt, dass es wahr ist, was sie mir erzählt hat. Ich habe immer die Wahl mich für oder gegen etwas zu entscheiden.

Und wir Christen haben soviele Zusagen in der Bibel, die uns eigentlich eine Entscheidung "für" leicht machen sollten.

Unter anderem heißt es in Jes. 42, 3

Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.

Mit meinen Worten, Gott wird uns nicht mehr zumuten, als wir auch tragen können.

Oder auch in Phil. 2, 13

Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.

Ich muss es also nicht aus eigener Kraft schaffen, ich weiß, dass Gott in und durch mich wirkt.

Weiter heißt es aber auch in Phil. 2, 14 - 15

Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel, damit ihr ohne Tadel und lauter seid, Gottes Kinder, ohne Makel mitten unter einem verdorbenen und verkehrten Geschlecht, unter dem ihr scheint als Lichter in der Welt.

Mit meinen Worten, da ist wieder eine Entscheidung gefordert. Ich darf oder sollte mich entscheiden, alles was an Aufgaben und Schwierigkeiten vor mir liegt, im Glauben, dass Gott mir nicht mehr zumutet, als ich tragen kann, Schritt für Schritt anzugehen und nicht schon vorher in Verzweiflung zu verfallen, sondern davon auszugehen, dass:

Mt. 19, 26 b

bei Gott alle Dinge möglich sind,

Mk. 9,  23

alle Dinge möglich sind dem, der da glaubt,

und letztendlich

Rö. 8, 28

denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.

Bei soviel Wahrheit, und für mich ist die Bibel, das Wort Gottes, absolute Wahrheit, sollte es mir doch eigentlich nicht mehr schwerfallen, mich zu entscheiden, an diesen Zusagen festzuhalten.

Dann brauche ich es auch nicht mehr zulassen, dass mir ein trüber November die Sonne des Lebens verschleiert, dass mir viel "Schaffigkeit" die Freude am Leben und an den Aufgaben nimmt, dass ich in der Mitte der Nacht nicht mehr erkenne, dass der neue Tag schon angefangen hat!

Letztendlich weiß ich ja auch, dass diese ganzen "Knüppel" nicht zufällig von ungefähr zwischen meinen Knien landen. Da ist ja immer noch die Gegenseite, die uns eben in Finsternis halten will, die uns zur Verzweiflung bringen will, die uns alle Lebensfreude aussaugen will.

Da entscheide ich mich dann doch lieber, es mit Jak. 4, 7 zu halten:

So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.

Ich weiß aber auch, dass das ganze ein Lernprozess ist. Schritt für Schritt darf ich erleben, dass Gott mich da verändert, mir auch immer wieder liebe Geschwister zur Seite stellt, die für mich Erkenntnisse kriegen, die mir plötzlich die Augen aufgehen lassen, so dass ich den Kopf wieder erheben kann, um zu "widerstehen".

Ich bin dankbar, dass Gott so unendlich viel Geduld mit mir hat. Dass Er es ist, der in mir das Wollen und Vollbringen bewirkt. Das nimmt mir auch eine Last!

So darf ich ganz "entspannt" eine gute Entscheidung treffen!

Seid gesegnet mit Mut zu guten Entscheidungen! Ich hab Euch lieb und Jesus auch!
Eure IRMy